Willkommen auf der Burgruine Raffenburg

 

Rekonstruktionszeichnung der Raffenburg

Geschichte

 

Gegründet wurde die Burg sehr wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts; vermutlich nach dem Totschlag des Erzbischofs Engelbert von Berg 1225 oder aber aus Anlass der Gründung der direkt gegenüber liegenden Hohenlimburg. Dafür spricht das reiche und vielfältige archäologische Fundgut sowie die historische Quellenüberlieferung und der politische Kontext. Für eine von Heimatforschern vermutete ältere Datierung in das 11. und 12. Jahrhundert gibt es weder archäologische noch historische Hinweise.

Die Burg wurde am 7. Mai 1288 durch Graf Eberhard I. von der Mark mit Belagerungsmaschinen belagert. Nach mehreren erfolglosen Eroberungsversuchen fiel die Burg laut Levold von Northof, des Chronisten der märkischen Grafen, wegen Wassermangels. Bis in das 14. Jahrhundert hinein wurde die Burg als Lehen vergeben. Münz- und Keramikfunde belegen ebenfalls eine weitere Ausbau- und Siedlungsphase nach der Zerstörung im späten 13. Jahrhundert.

Die Burg war von einer 120 Zentimeter dicken Ringmauer und einem Graben umgeben. Sie besaß zwei Türme, zwei unterkellerte Palasgebäude, Stallungen, eine Zisterne und Unterkünfte für die Burgmannschaft. Der Hauptzugang befand sich im Osten.

Sämtliche Teile der Anlage sind im Wald noch vorfindbar, die Ruinen sind teils ursprünglich, teils wurden sie 1978 konserviert, wie zum Beispiel der Keller des Torhauses.

Die Raffenburg wurde erstmalig 1997 durch den Historiker Andreas Korthals, heute Archivar im Stadtarchiv Hagen, im Rahmen seiner Magister-Arbeit an der Ruhr-Universität Bochum aus historischer Sicht wissenschaftlich untersucht. Eine genaue wissenschaftliche Untersuchtung aus archäologischer Sicht steht noch aus. Sehr spekulativ sind die Veröffentlichungen des Heimatforschers Wilhelm Bleicher, der hier eine Stadt sowie eine Gründung durch Herzog Heinrich den Löwen postulierte.

Etwa 600 Meter südlich von der Raffenburg hat möglicherweise Eberhard während der Belagerung ein Kastell errichten lassen, die Franzosenschanze. Die Gräben sind noch heute im Wald sichtbar.

 

 

 

 

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